Die jungen Thierseer

Biographie

Lässig, locker drauf und ganz gewiss „nicht auf den Mund gefallen“ – das sind die Jungen Thierseer. Doch wenn man mit Roland, Bastian, Hubert und Stefan redet, merkt man schnell, dass die vier vor allem eines auszeichnet: ihre Freude an der Musik.

Diese hört und spürt man einfach, egal ob sie nun im Freundeskreis, auf einer Familienfeier, im ausverkauften Zeltfest oder auf der großen Musikantenstadl-Bühne spielen. Und mit ihrer Begeisterung schaffen sie es, Musikfans aus Nah und Fern anzustecken.

Begonnen hat alles im Jahr 2007 mit einem Musikschulprojekt, bei dem Roland und Stefan gemeinsam musiziert haben. Die Chemie zwischen den beiden hat auf Anhieb gepasst und aus dem Projekt wurden regelmäßigere Treffen. Bald holten sie sich mit Hubert und Bastian Unterstützung mit ins Boot und spielten eigene Arrangements. Dass aus diesen Spielereien einmal mehr werden könnte, hätten sie sich nie gedacht, auch wenn das Feedback stets positiv war.

Teures Equipment und aufwendige Ausstattungen hatten sie damals noch nicht, denn das Geld dafür mussten sich die jungen Musiker erst verdienen. Daher spielten sie anfangs hauptsächlich unplugged. Gerade dies kam aber sehr gut an und bald hatten die Jungen Thierseer einen ganz außergewöhnlichen Auftritt an Land gezogen: Unplugged sollten sie auf der bekannten Weißwurst-Party im Stangl-Wirt in Going spielen! Dabei wäre dies beinahe nicht zustande gekommen, schmunzelt Roland: „Wir waren ja alle erst 16 und hatten noch keinen Führerschein, zum Glück war ein Freund so nett und hat uns hingefahren!“

Nun waren sie aber so richtig auf den Geschmack gekommen und ab Herbst 2012 begannen sie, als fixe Vierer-Formation, bestehend aus Roland (Akkordeon, Steirische Harmonika), Stefan (Rhythmus Gitarre), Bastian (Klarinette, Saxophon) und Hubert (Trompete, E-Bass) zu spielen. Auf Bällen, Zeltfesten und Hochzeiten konnten sie Erfahrungen sammeln. „Nebenbei“ fanden sie auch die Zeit, an ihrem Debüt-Album „Hey, du Diandl“ zu feilen, das sie in Zusammenarbeit mit René Prasky (Prasky Records/ inzwischen Bogner Records) verwirklichten.

Die vielen eigenen Kompositionen und Arrangements im Oberkrainer-Stil konnten nicht nur das junge Publikum überzeugen. Mit der Single-Auskopplung „Hey, du Diandl“ aus der Feder von Roland konnten sie gar die ORF Radio Tirol Hitparade zweimal in Folge für sich entscheiden. „Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man das eigene Lied beim Frühstück im Radio hört“, freut sich der junge Komponist.

Ihre große Stärke liegt aber immer noch im Live-Auftritt – wenn die vier loslegen, bleibt kein Bein mehr still. Mit knackigen Solos, wie beispielsweise Hubert auf der Trompete, sorgen sie für ordentlich Schwung und Stimmung. Und mit spontanen Showeinlagen und ihrem frechen Schmäh bringen sie dann auch das ein oder andere Mädchenherz zum Höherschlagen. Mit ihrer zweiten CD „Ganz oder gar nicht“ (Bogner Records), die sie im Herbst 2014 auf der Kala Alm in Thiersee präsentierten, stellten sie auch ihre Partyqualitäten unter Beweis.

„Wir wollen uns nicht in eine Schublade stecken lassen, die Abwechslung macht uns Spaß!“, erklärt Stefan.

Dass es langweilig werden könnte, brauchen sich die vier aber kein Sorgen machen, sind sie doch gut gebucht und viel unterwegs. Im Herbst 2014 verbrachten sie gar 35 Tage in Chicago. Doch wer nun denkt, dass sich die vier Vollblutmusiker einen ausgiebigen Citytrip gegönnt haben, der hat weit gefehlt: Sie waren als Band im dortigen Hofbräuhaus gebucht und haben täglich zwischen 800 und 1700 Leute mit ihrer Musik unterhalten.

Im Sommer 2015 waren die vier zudem live in Pula dabei, als Andy Borg zum letzten Mal zum Musikantenstadl einlud und gaben ihr großes Stadl-Debüt. Solche Unternehmungen kann man natürlich nur mit viel Unterstützung bewerkstelligen, sagt Hubert: „Neben der Arbeit kann es da schon teilweise ein wenig stressig werden, aber zum Glück stehen unsere Familien und Arbeitgeber voll hinter uns.“